Euch allen ein schönes Ganesha Chaturthi!

Heute ist Ganeshas Geburtstag, er hilft uns, Hindernisse zu überwinden (und stellt sie uns auch, damit wir dann zu ihm beten können). In Indien gibt es heute Prozessionen und am Ende wird eine Ganesha Statue im Wasser versenkt. Oft fertigen Kinder die Murtis aus Lehm selbst an.

Heute soll man nicht in den Mond schauen – Ganesha hat einmal den Mond verflucht, als dieser ihn auslachte, da er mit so vielen Süßigkeiten beladen war, stolperte und dabei hinfiel. Doch Ganesha war gnädig mit dem Mond, der sogleich sein Verhalten bedauerte. Doch ein Fluch kann nicht rückgängig gemacht werden, nur Milderung ist möglich. Also muss der Mond nun, weil er so stolz und arrogant war, immer zu- und abnehmen und ist deshalb nie voll zu erblicken.

Falls jemand doch an Ganesha Chaturthi in den Mond geschaut hat, gibt es eine Möglichkeit, diesen Fluch wieder aufzulösen:

Höre oder lies die Geschichte von Krishna und dem Syamantaka Juwel:

Als Krishna noch klein war, sah er an just diesem Tag den Mond in einer Tasse voll Milch und musste daher auch die Auswirkungen des Fluches erleiden, da, obwohl er Gott ist, auch an Dharma gebunden war. So wurde er später, als er schon in Dwarka residierte, fälschlicherweise von Satrajit beschuldigt, das Syamantaka Juwel gestohlen zu haben. Dieser hatte es von Surya, dem Sonnengott, erhalten. Das Syamantaka Juwel barg besondere Eigenschaften: In welchem Land auch immer das Juwel zu finden war, gab es keine Hungersnöte oder Naturkatastrophen. Für den Besitzer erschuf es jeden Tag 170 Pfund Gold. Also musste Krishna in den Wald gehen, um es wieder zu finden und seine Ehre wieder herzustellen. Prasena, König Satrajits Bruder war dorthin ausgeritten. Er wollte sich mit dem Juwel schmücken und damit prahlen, da kam ein Löwe und erschlug ihn mitsamt seinem Pferd. Mittlerweile hatte Jambavata, der Bärenkönig aus dem Ramayana, das Juwel für seinen Sohn als Spielzeug genommen. Dafür tötete er den Löwen.
Krishna fand im Wald Jambavata und das kostbare Juwel. Er musste 28 Tage mit Jambavata ringen, bis dieser am Ende erkannte, dass nur Rama selbst, nun in seiner Inkarnation als Krishna, ihn hatte besiegen können. Krishna hatte nämlich am Ende des Krieges mit Ravana alle am Sieg Beteiligten gefragt, ob sie einen Wunsch hätten und Jambavata wollte mit Rama einen Ringkampf, doch dieser erwiederte, dass es zu dieser Zeit nicht möglich sei. Nun, im Dwapara Yuga hat Jambavata, als der Lord in Form von Krishna wieder kam, doch noch seinen Wunsch erfüllt bekommen. Und Krishna musste für seine Unartigkeit, den Mond in seiner Milchtasse anzuschauen, obwohl er es nicht sollte, die Anschuldigung, das Syamantaka Juwel gestohlen zu haben, widerlegen, indem er es vom Bärenkönig wieder holte. Dieser gab ihm noch seine Tochter Jambavati zur Frau und Krishna kehrte wieder nach Dwarka zurück, wo König Satrajit seinen Fehler erkannte und Krishna seine Tochter Satyabhama zur Frau gab.

Es gibt immer einen größeren Plan – und den hat nur Gott, der Mensch überblickt ihn nicht. Falls man doch in den Mond geschaut hat und diese schöne Geschichte nicht lesen oder hören möchte, hier noch ein Mantra, mit dem der Fluch aufgelöst werden kann:

„Simhah Prasenamavadhitsimho Jambavata Hatah।
Sukumaraka Marodistava Hyesha Syamantakah॥“

Auch nachzulesen in der Srimad Bhagavatam, canto 10 Kapitel 56

Ganesha Chaturthi, heute morgen im Bhutabhrteshwarnath Mandir

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