3. TAG: ANSPRACHE NACH GIRIDHARI-ABHISHEKAM

Jai Gurudev, allerseits!

Gestern war es wunderbar, euch alle draußen sitzen und frieren zu sehen. Selbst als Sati euch sagte, ihr sollt alle singen und tanzen, war es ein bisschen kalt, was ich verstehe. Jetzt ist zwar schönes Wetter, aber ihr seid trotzdem ruhig. Seht ihr, im Leben haben wir bei allem, was wir tun, sehr oft ein gewisses Maß an Angst in uns. Wir sind uns nicht sicher, nicht wahr? Wir wagen uns in ein Leben, das ungewiss ist, aber dennoch erwarten wir ein großartiges, perfektes Ergebnis. Wir sind auf dieser Welt, alles ist vergänglich. Nichts hält ewig an, und doch sehnen wir uns nach etwas Dauerhaftem. Wir glauben, dass wir für immer hier sein werden. Und in diesem Spiel schwächen wir uns selbst. Wie man sagt, wer kann einen wirklich schwächen, wenn man es nicht zulässt? Niemand kann das. Die meiste Zeit macht man sich selbst schwach, indem man negativ ist, und zwar nicht über die Welt da draußen, sondern zuerst über sich selbst. Aber natürlich suchen wir nach einer anderen Person, der wir unsere eigene Negativität auferlegen und sagen: „Ja, so ist es“.

Es ist wie mit Eisen. Kann irgendetwas Eisen zerstören? Nein, nichts kann Eisen zerstören außer sein eigener Rost.

Wenn wir ein Boot nehmen … das Boot ist von Wasser umgeben. Nicht wahr? Sinkt das Boot? Das Boot sinkt nicht. Wann wird das Boot sinken? Sobald Wasser eindringt, wird es sinken. Was ihr in euer Inneres eindringen lasst, das wird eure Realität werden. Wenn ihr der Positivität erlaubt einzutreten, wird das eure Realität werden. Wenn ihr der Liebe erlaubt, in eurem Leben präsent zu sein, wird euer Leben wunderbar sein. Aber wenn ihr Elend in eurem Leben zulasst, wird euer Leben genauso sein.

Der bhakti-Weg ist ein Weg der Liebe. In jedem Augenblick eures Lebens werdet ihr daran erinnert, stark zu sein. Und warum? Weil dies eure Beziehung zu Ihm ist. Wenn Er bei euch ist, kann euch niemand schaden. Aber wenn man allein steht, wenn man in seiner eigenen Negativität verharrt, dann kann jeder einem schaden, weil man sich selbst zuerst schadet.

Das erinnert mich an eine Geschichte. Als Abraham Lincoln Präsident von Amerika wurde, gab es ein Bankett, und es war seine erste Rede. Und unter all den Menschen waren einige Aristokraten, einige sehr reiche Leute, und als sie ihn sahen, sagten sie zu ihm: „Bist du nicht der Sohn des Schuhmachers, desjenigen, der Schuhe herstellt? Dein Vater hat Schuhe für mich gemacht“, sagte einer der Anwesenden.

Abraham Lincoln antwortete nicht nur mit „Okay’“, weil sie es in einer sehr arroganten Art und Weise äußerten. Was er sagte, war: „Ja, ich bin stolz darauf, dass mein Vater Schuhmacher ist. Natürlich hat er Schuhe für Sie gemacht. Er hat Schuhe für viele von Ihnen gemacht. Haben Sie irgendwelche Beschwerden? Ich bin auch Schuhmacher, und ich weiß auch, wie man Schuhe herstellt. Wenn Sie Beschwerden haben, werde ich Schuhe für Sie anfertigen.“ So ließ er nicht zu, dass man auf ihm herumtrampelte, und das wurde seine Stärke, das wurde das, was er repräsentierte.

Das Gleiche gilt für euer Leben: Was repräsentiert ihr? Repräsentiert ihr eure Schwachstelle oder repräsentiert ihr eure Stärke? Noch einmal: Niemand kann euch schaden, niemand kann euch angreifen, niemand kann euch etwas antun, es sei denn, ihr lasst es zu. Also seid stark, wissend, dass Gott mit euch ist, und was ich immer sage: Füllt euren Geist mit dem, was Lord Krishna in der Bhagavad Gita gesagt hat. Die Gita ist nicht nur ein Buch. Ihr werdet jeden einzelnen von euch in der Gita finden. Es geht um euer eigenes Leben. Versteht es und seid wirklich, wer ihr seid.

Jai Gurudev, alle!

3. TAG: ABSCHLUSS DES JUST LOVE FESTIVALS

Okay, Jai Gurudev, alle zusammen!

Wie wir schon sagten, war dieses Jahr das Just Love Festival etwas anders, aber es war trotzdem wunderbar. Das Team, Bhagyshri, hat zusammen mit allen anderen gute Arbeit geleistet, alle, ihr wisst schon, ein großes Team, alle Bewohner hier waren eigentlich ständig beschäftigt.

Seht, trotz allem, was in dieser Welt geschieht, müssen wir unseren Geist hoch halten. Wir müssen positiv sein, und wir müssen vor allem fröhlich und glücklich sein. Lasst euch nicht von dem, was geschieht, hinunterziehen. Menschen sterben, ja. Sie sterben jeden Tag. Wir können nicht dasitzen und weinen. Das Leben geht weiter. Oder hört Ihr deswegen auf zu leben? Ihr werdet nicht aufhören zu leben. Ihr müsst leben, und ihr müsst in Freude und Glück leben.

Das ist euer spiritueller Weg. Wohin ihr auch geht, verbreitet dieses Glück auch unter den anderen. Verbreitet nicht eure Traurigkeit. Verbreitet nicht eure Negativität, euer Unglück. Es ist da, ja, früher oder später wird es zu Ende gehen. Nicht wahr? Wie eine Welle steigt es aus dem Meer empor und fällt dann wieder zurück. Erste Welle, zweite Welle, dritte Welle, Wellen der Liebe! Eh, Aaradhaka, das sind die Wellen der Liebe, nicht wahr? Sie erinnern die Menschen immer wieder daran, dass diese Welt eine Welt des Glücks ist. Dies ist die Welt, die Bhagavan so sehr am Herzen liegt, dass Er sich hier manifestiert. Wenn wir uns zum Beispiel die shastrasanschauen, wenn man zu Beginn des Bhagavatam sieht, wie Mutter Erde rennt, um Schutz zu suchen, Brahma um Hilfe zu bitten. Brahma konnte ihr nicht helfen. Sie ging zu Shiva, aber Shiva konnte ihr nicht helfen, also wurde sie zu Sriman Narayana gebracht.

Genau so will diese Welt, die unsere Mutter ist, dass wir alle glücklich sind. Aber damit wir glücklich sind, müssen wir uns auch um die Natur kümmern, wir müssen uns um die Tiere kümmern, wir müssen uns um einander kümmern. Wenn wir nicht lernen, füreinander zu sorgen, dann werden wir nie glücklich sein. Es ist sehr wichtig, wie wir uns gegenseitig behandeln und wie wir einander ansehen, denn Bhagavan ist nicht derjenige, der „da oben“ lebt. Er ist derjenige, der in jedem von euch lebt. Und das möchte Er erwecken, diese Welle der Göttlichkeit in euch, um das Erbe dessen, was ihr wirklich seid, zurückzufordern.

Aber wenn ihr euch dafür entscheidet, normal zu sein, dann wird Er natürlich warten, wie ich im satsang sagte, Er ist ewig. Ihr seid ewig, ihr werdet weitermachen. Wie würdet ihr diesem Kreislauf entkommen? Das könnt ihr nicht! Ihr müsst nur an einen einzigen Ort gehen, und das, um Ihn zu erreichen, entweder verharrt ihr in diesem Kreislauf von Geburt und Tod oder ihr nehmt Zuflucht bei Ihm und seid frei davon. Und dazu müssen wir uns einander zuwenden und uns erheben.

Es gibt diese schöne Anekdote. Wenn wir uns die Sonnenblume ansehen… Schaut euch Jagannathji an, Er sieht aus wie eine große Sonnenblume. Wenn man sich eine Sonnenblume ansieht, sie dreht sich immer zur Sonne, nicht wahr? Sie empfängt ihr Licht. Aber dann stellt sich die Frage: Wenn es regnet, wohin dreht sich die Sonnenblume dann? … Eh?… Bhagyshri sagt, die Sonnenblume sei verwirrt… Einige von euch sagten, dass sie nach unten schaut. Eigentlich sehen die Sonnenblumen nicht nach unten. Sie schauen sich gegenseitig an. Wenn es regnet, wenn es bewölkt ist, wenden sich die Sonnenblumen einander zu und geben sich gegenseitig diese Wärme, dieses Licht. So, seht ihr, bhakti erinnert uns daran. Hingabe, Liebe, all eure guten Eigenschaften erinnern uns daran, dass wir in dieser Welt leben, aber wir müssen das, was wir in uns haben, weitergeben.

Diese Welt ist voller Schmutz. Wollt ihr daran festhalten oder wollt ihr an dem wunderbarsten Geschenk festhalten, das Gott euch gegeben hat: an der Liebe in eurem Inneren? Ihr seid alle Devotees oder Follower, ihr seid alle auf dem spirituellen Weg. Das bedeutet, dass ihr etwas Großartiges in euch tragt. Wendet also das, was in euch steckt, der Welt zu. Das bedeutet nicht, dass du zu einer Person gehen, sie anschauen und sagen musst: „Ich gebe dir Liebe.“ Viele Menschen werden das denken! Und sagen: „Guruji hat gesagt, ich muss jetzt Liebe geben.“ Wenn du dich vor die Menschen stellst und anfängst, sie anzustarren, dann werden sie anders von dir denken!

Das Bewusstsein, das ihr in euch habt, ist durch eure Gedanken, durch euer Herz, durch euer positives Denken ganz einfach mit allen Wesen verbunden. Das trägt viel zum Wohl dieser Welt bei. Lasst es also in euch erwachen.

Was ihr zum Beispiel in diesen drei Tagen erhalten habt und was ihr auf eurem spirituellen Weg erhaltet, ist nicht nur für euch. Wenn ihr nämlich versucht, die Freude und das Glück nur für euch selbst zu behalten, wird es verblassen. Viele haben es versucht, aber sie verlieren es.

Deshalb öffnet euer Herz, öffnet euren Geist und lasst diese Liebe, die „Just Love“ ist, durch euch fließen.

Jai Gurudev, allerseits!

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