NEUJAHRSFEIERLICHKEITEN IM ASHRAM

SHREE PEETHA NILAYA, 31. DEZEMBER 2019

In der Silvesternacht begrüßte Paramahamsa Vishwananda das neue Jahr 2020 mit einer Rekordzahl von Gästen, die den Sri Bhutabhrteshwarnath-Mandir füllten. Seine inspirierende Botschaft konzentrierte sich auf die Wichtigkeit des Zuhörens. Aber wem soll man zuhören?

Frohes neues Jahr 2020! Möge Lord Nrsingadev euch alle beschützen. Möge Srimati Radharani euch alle mit Ihrer Liebe beschenken, sodass ihr der Hingabe an den höchsten Herrn immer näher kommt.

Jedes Jahr sagen die Menschen, dass sie etwas ändern wollen. Sehr oft sagen wir: „Was wir ändern müssen, ist unser Verstand“. Wir vergessen, dass Krishna in Kapitel 10, Vers 2, sagt: „Unter allen Sinnen bin ich der Verstand“. Dieser Verstand selbst ist Krishna. Wenn Er sagt: „Unter den Sinnen bin ich der Verstand“, bedeutet das, dass dein Verstand auf Ihn konzentriert sein muss. Wenn dein Geist auf Ihn konzentriert ist, wird alles in deinem Leben perfekt sein. Aber wenn dein Geist von Ihm abgelenkt ist, entsteht ein Problem.

Es geht nicht darum, was die Leute dir sagen. Es geht darum, was du in deinem Inneren fühlst. Wenn du deinen Verstand wirklich nach innen wendest und Gott wirklich fühlst, wirst du sehen, dass die Bhagavad Gita dein Leben selbst ist und dass Er möchte, dass du Ihm näher kommst. Er will dich für sich selbst.

Wenn du in jemanden verliebt bist, will derjenige, dass du ihm näher bist, aber er erwartet etwas. [Jedoch mit Gott] ist es nicht so. Eigentlich will Er, dass du dir selbst näher kommst. Denn dein atma will nur das, nichts anderes. Dein atma hat nichts mit dieser Welt zu tun.

Aber du musst lernen, auf Ihn zu hören. Der Punkt ist, dass du immer auf das Außen hörst. Du hörst immer auf die Menschen. Deshalb kommst du nicht weiter. Du musst lernen, auf das zu hören, was Er sagt.

Es gibt diese schöne Geschichte über eine Gruppe von Fröschen, die in einem Dschungel unterwegs war. Und die Frösche in dieser Gruppe waren alle glücklich. Als sie so gingen, war da ein tiefes Loch, und zwei der Frösche fielen in das Loch. Sie versuchten, herauszuspringen, und alle anderen Frösche versammelten sich um das Loch herum, sahen sie an und sagten: „Unmöglich, ihr seid verdammt, es ist zu Ende!“ Das sagt euch die Welt doch immer, oder? Du bist am Ende, es gibt keine Hoffnung mehr für dich.

Einer der Frösche hörte auf das, was die anderen ihm sagten, und er starb. Der andere sprang weiter. Er schaute nach oben und alle schauten nach unten und er sprang immer höher und höher. Schließlich sprang er so hoch, dass er herauskam. Und alle waren schockiert und sagten: „Wir dachten, du würdest darin sterben“.

Dann sagte der Frosch: „Ich bin taub, ich konnte euch nicht hören“. Er sagte: „Ich habe gesehen, wie ihr euch da oben gefreut habt, also dachte ich, dass ihr mich alle ermutigt habt, und so bin ich immer höher und höher gesprungen“.

So ist es nun einmal, verstehst du? Wenn du auf die Menschen hörst, wirst du nie wachsen. Zuerst musst du lernen, auf das Göttliche in dir zu hören. Ich sage nicht, dass es dieses Jahr sein wird, denn es ist dein ganzes Leben. Eine Zahl verändert nichts. Aber du musst dich ändern wollen. Dann wirst du dich ändern. Wenn du nimmst, was anderen gehört, wird es deins werden.

Weißt du, der ganze Mahabharat-Krieg ist wegen Duryodhan und Draupadi passiert, nicht wahr? Duryodhan kam, um Draupadi zu besuchen, und es gab einen Teich, der [von einem Trugbild] bedeckt war, und Duryodhan ging über den Teich und fiel hinein. Draupadi beobachtete ihn vom Balkon aus und lachte. Und was sagte sie? „Der Sohn des blinden Königs ist ebenfalls blind“. Und er fühlte sich davon sehr beleidigt. Das war der Anfang, das war der Moment, dass er bereit war zu kämpfen. Aber warum? Weil er in sich aufnahm, was Draupadi sagte. War er blind? Nein, er war nicht blind. Er hätte einfach zu sich sagen können: „Nein, ich kann sehen. Selbst wenn man mich blind nennt, ich kann immer noch sehen“. Aber dennoch nahm er es persönlich, und sein Verstand war völlig verblendet.

Was immer dir gegeben wird, ob positiv oder negativ, es liegt an dir, es zu nehmen oder nicht. Wenn du es nimmst, wird es dir gehören. Und wenn du es hast, dann musst du auch die Konsequenzen dafür tragen. Wie ich immer sage: Wenn dir jemand ein Geschenk bringt und du dieses Geschenk ablehnst, dann gehört dieses Geschenk immer noch dieser Person. In allem gibt es gleichermaßen Positives sowie Negatives. Es ist also deine Entscheidung, welche Art von Frosch du sein willst. Niemand kann dich dazu zwingen, aber du musst die Entscheidung für dein Leben selbst treffen, welche Art von Frosch du sein möchtest. Wählst du den Frosch, der [der Welt] zuhörte und starb? Dann höre zu und sterbe. Du wirst derjenige sein, der verlieren wird. Oder willst du taub sein, aber dennoch in deinem Bewusstsein aufsteigen. Und wie wirst du in deinem Bewusstsein aufsteigen? Nur, wenn du erkennst, dass der Verstand auch Krishna ist. Wie Er sagt: „Ich bin der Verstand“.

Lasse also deinen Geist auf Ihm ruhen, dann wirst du Seine Liebe spüren. Dann wirst du fühlen, dass Er bei dir ist.

Jai Gurudev, alle zusammen!

EINDRÜCKE VON DEN NEUJAHRSFEIERLICHKEITEN 2020

 

 

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